Was du kostenlos bekommst

Über ein Auto lässt sich schon einiges herausfinden, ohne auch nur einen Cent auszugeben. Kostenlose VIN-Checks greifen auf öffentliche Datenbanken zu und liefern dir einen soliden ersten Eindruck.

NHTSA (nhtsa.gov)

Bei der National Highway Traffic Safety Administration kannst du jede VIN eingeben und bekommst:

  • Offene Sicherheitsrückrufe, inklusive Status, ob sie bereits erledigt wurden
  • Beschwerden anderer Halter
  • Technical service bulletins

Das ist komplett kostenlos und sollte jedes Mal dein erster Schritt sein. Wenn ein Auto noch mit einem offenen Takata-Airbag-Rückruf unterwegs ist, willst du das wissen, bevor du überhaupt zur Probefahrt aufbrichst.

Kostenloses VIN-Decoding

Die meisten VIN-Check-Apps, darunter auch CarXray, bieten kostenloses VIN-Decoding an. Dabei wird die 17-stellige VIN in konkrete Fahrzeugdaten übersetzt:

  • Baujahr, Marke, Modell, Trim
  • Motortyp und Hubraum
  • Karosserieform
  • Produktionsland und Werk
  • Kraftstoffart

Das ist besonders praktisch, wenn du online durch Inserate scrollst. Verkäufer liegen beim Trim gern mal daneben oder “vergessen” zu erwähnen, dass es doch nur die Basisausstattung ist.

NICB VinCheck

Das National Insurance Crime Bureau bietet ein kostenloses Tool, mit dem du prüfen kannst, ob ein Fahrzeug als gestohlen gemeldet wurde oder einen salvage/junk title hat. Es ist auf 5 Abfragen pro Tag begrenzt, reicht aber locker, um die offensichtlichen Warnsignale mitzunehmen.

Was kostenlose Checks NICHT enthalten

Genau hier kommen kostenlose Abfragen an ihre Grenzen:

  • Keine Unfallhistorie
  • Keine Angaben zur Zahl der Vorbesitzer oder Haltedauer
  • Keine Odometer-Verifizierung
  • Keine Title-Transfer-Historie
  • Keine Auktionsdaten
  • Keine Lien-Informationen
  • Keine Details zum Ausmaß eines Schadens

Kurz gesagt: Kostenlose Checks sagen dir, was das Auto IST. Bezahlte Reports zeigen dir, was das Auto schon HINTER SICH hat.

Was du mit einem kostenpflichtigen Report bekommst

Kostenpflichtige VIN-Reports ziehen Daten aus Versicherungsdatenbanken, DMV records, Auktionshäusern und Werkstattnetzwerken. Die Überschneidung zwischen den Anbietern ist kleiner, als viele denken. Deshalb tauchen in einem Dienst manchmal Unfälle auf, die ein anderer gar nicht zeigt.

Standardreport ($10-$45)

Ein typischer kostenpflichtiger VIN history report enthält:

  • Unfallhistorie mit Einstufung nach Schweregrad, also minor, moderate oder severe
  • Title records aus allen Bundesstaaten, in denen das Auto registriert war
  • Odometer readings an jedem erfassten Zeitpunkt
  • Ownership history mit Anzahl der Halter, Dauer und Standort
  • Theft records
  • Flood/fire/hail damage, sofern an eine Versicherung gemeldet
  • Structural damage, sofern dokumentiert
  • Auction records inklusive Fotos und condition grades
  • Service history aus teilnehmenden Werkstätten

Die Preisspanne

Am Markt geht preislich ziemlich viel durcheinander:

Service Price What you get
CARFAX $44.99 VIN history, 1 report
AutoCheck $24.99 VIN history, 1 report
AutoFax $17.99 VIN history, 1 report
CarXray $14.99 VIN history + AI damage/repaint detection
CARFAX (3 pack) $99.99 VIN history, 3 reports

Wenn du mehrere Autos prüfst, und die meisten Käufer schauen sich 3 bis 5 Fahrzeuge an, summiert sich das bei $45 pro Report ziemlich schnell.

Die Lücke, die weder kostenlose noch bezahlte Reports schließen

Was viele nicht auf dem Schirm haben: Sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige VIN-Reports kennen nur Schäden, die entweder der Versicherung gemeldet oder irgendwo in einer Datenbank erfasst wurden. Wenn jemand einem Auto auf dem Supermarktparkplatz hinten draufgefahren ist und die Reparatur danach für $3,000 bar in der Werkstatt bezahlt hat, taucht dieser Schaden in keinem VIN-Report der Welt auf.

Consumer Reports hat genau das getestet. Dort wurden VIN-Checks für Fahrzeuge mit bekannter Schadenshistorie durchgeführt. Das Ergebnis: Eines von sechs Autos kam trotzdem mit sauberem Report zurück.

Genau deshalb wird KI-basierte Fotoinspektion immer relevanter. Ein Auto kann einen sauberen VIN-Report haben und trotzdem sichtbare Spuren früherer Karosseriearbeiten zeigen, zum Beispiel leicht abweichende Lacktöne, ungleichmäßige Spaltmaße oder Overspray auf Gummidichtungen. Das übersieht man mit bloßem Auge schnell. Ein trainiertes KI-Modell, das Farbunterschiede über mehrere Karosserieteile hinweg bewertet, eher nicht.

Brauchst du also einen kostenpflichtigen Report?

Wenn du einen $500-Schrottwagen kaufst, den du vielleicht 6 Monate fahren willst, reicht ein kostenloser NHTSA-Recall-Check wahrscheinlich aus.

Wenn du dagegen $5,000 oder mehr für ein Auto ausgibst, das du länger behalten willst, dann zahl für den Report. Das sind weniger als 1 % des Kaufpreises, und schon ein einziges verstecktes Problem kann dir ein Vielfaches davon sparen.

Am sinnvollsten ist die Kombination aus VIN history report und irgendeiner Form visueller Prüfung. So deckst du sowohl die Datenseite als auch den tatsächlichen Fahrzeugzustand ab. Ein $15-Report, der beides mitbringt, ist deutlich günstiger, als versteckte Rahmenschäden erst zu entdecken, nachdem der Title längst unterschrieben ist.

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